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Jean Paul




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Schädliches Licht: Warum Energiesparlampen krank machen


Unter diesem Titel veröffentlichte der Heidelberger Lichtforscher Alexander Wunsch kürzlich einen Aufsehen erregenden Artikel. Hier ein paar Auszüge:

 

„Seit vielen Jahrzehnten gibt es Hinweise, dass das Licht aus Energiesparlampen (Entladungslampen auf Basis der Quecksilberdampf-Entladung) eine potentielle Gefahr für die Gesundheit darstellt. Die Gefahr geht dabei von der Lichtmodulation (Flackern), der spektralen Zusammensetzung (Farbtemperatur) und der elektromagnetischen Abstrahlung (Elektrosmog) aus“. Und Wunsch weist darauf hin, dass „…hormonelle und vegetative Störungen sowie Augenschäden diskutiert“ werden. Schuld daran ist u.a. das unnatürliche Lichtspektrum.



Wirkung von Licht

Licht ist elektromagnetische Energie, die je nach Wellenlänge und Farbe unterschiedliche Wirkung hat. Kurz gesagt: Langwelliges Licht (z.B. Rot) hat bloß thermische Effekte, während kurzwelliges Licht (z.B. Violett, Blau) chemische Wirkungen hat. Viele der chemischen Wirkungen des blauen Lichts sind für Organismen ungünstig, weil sie freie Radikale bilden und Zellen schädigen.

 

 

Das Sonnenlicht (Abb.1) hingegen enthält einen wohlausgewogenen Mix aus kurzwelligem, mittelwelligem und langwelligem Licht, sodass die schädlichen Effekte weitgehend ausgeglichen werden können. Im Spektrum der Energiesparlampen finden wir dagegen eine überragende Dominanz an kurzwelligen Strahlen; Wellenlängen über 630 nm fehlen praktisch völlig. Dies ist besonders bei den so hoch gelobten Vollspektrumlampen der Fall. 

 




Abb.1: Tageslicht zeigt ein ausgeglichenes kontinuierliches Spektrum mit harmonischem Farbverhältnis. Das Sonnenlicht ist jedoch nicht vollkommen kontinuierlich, es weist so genannte Fraunhoferlinien auf.



 

Energiesparlampen (Abb.2) weisen im Gegensatz zu den herkömmlichen Glühlampen (Abb.3) kein kontinuierliches Spektrum auf, dafür sind besonders im – schädlichen - Blaubereich unnatürlich viele Strahlungsanteile vorhanden. In letzter Zeit produzieren die Hersteller Lichtquellen mit immer höherem Blauanteil im Spektrum und stellen dieses Licht als besonders gesund dar – ein fataler Fehler!

 

Da es sich bei dieser Art von Kunstlicht um eine gänzlich unnatürliche Strahlungsform handelt, entstehen dadurch eine Reihe von Risiken für die Gesundheit.





Abb.2: Leuchtstofflampen weisen ein unregelmäßiges Linienspektrum mit problematischen Energiespitzen im Blaubereich auf, der Rotbereich ist nur abgeschwächt vorhanden.





Abb. 3: Glühlampenlicht zeigt wie das Sonnenlicht ein kontinuierliches Spektrum, wobei der Blaubereich nur schwach, der Rotbereich hingegen stärker vertreten ist.

 


Kritische Forscher und Wissenschafter warnen daher berechtigt vor zu vielen Blauanteilen im Licht. Neben unmittelbaren Schäden der Augenlinse und der Netzhaut werde zusätzlich das gesamte Hormonsystem durcheinander gebracht: die Hypophyse wird zu stark stimuliert und schüttert vermehrt Stresshormone aus; infolge wird u.a. die Melatonin-Produktion („Schlafhormon“) beeinträchtigt und der Schlafrhythmus gerät aus dem Lot. Auch die Zirbeldrüse – sie ist neben der Hypophyse die zweite wichtigste hormonelle Steuerungseinheit und Gegenspieler der Hypophyse – wird durch das Licht beeinflusst; bei zu vielen Blauanteilen gerät auch sie aus dem Lot. Übrigens kann durch die Beeinflussung der Schilddrüsenhormone auch z.B. Übergewicht als Folge auftreten.

 

Grotesk: Die gesündere Glühbirne soll abgeschafft werden

Bei der guten alten Glühbirne überwiegen die langwelligen Anteile bei weitem; das Spektrum ist insgesamt kontinuierlich; der Blaubereich ist schwach, der Rotbereich stärker vertreten. Sie ist dadurch in Summe wesentlich „verträglicher“ für uns Menschen und wirkt keinesfalls hormonaktiv wie die Energiesparlampe!

 

Fazit

Menschen, die unter funktionellen Störungen, unter Stress, Schlafproblemen o.ä. leiden, weiters Schwangere, Kinder und ältere Personen sollten sich dem Licht von Energiesparlampen möglichst selten aussetzen oder zumindest die Augen mittels gelber Computer-Schutzbrille schützen. Beachten Sie auch: Je höher der Raum, desto geringer die Strahlenbelastung.

 

Tipp

Falls Sie die Energiesparlampe (die übrigens laut Stiftung Warentest auch bezüglich Haltbarkeit bei weitem nicht hält, was sie verspricht) genau so wenig mögen wie ich: seit einigen Jahren gibt es Niedervolt-Halogenlampen mit Wärmerückgewinnungs-Technologie. So lässt sich Stromsparen mit einigermaßen gesundem Licht verbinden. Das ist doch schon viel ….  

 

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Alle Grafiken © by A. Wunsch


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